Über mich

 

Im Jahr 2002 wurde ich das erste Mal schwanger.

Manchmal hat frau das Glück zu einem Zeitpunkt schwanger zu werden, an dem es in ihrem Bekanntenkreis mehrere Schwangere oder junge Mütter gibt. Bei mir war das nicht so – mit wachsendem Bauch hatte ich auch das wachsende Gefühl nicht mehr in mein damaliges “Studentenleben” zu passen. Schwangere Studentinnen begegneten mir damals kaum. So kannte ich niemanden, mit dem ich mich hätte weltbewegend und wirklich informativ austauschen können. Dazu kam, dass ich persönlich mich in Gegenwart von Ärzten und insbesondere in Krankenhäusern in den allermeisten Situationen  nicht sonderlich wohl fühlte. Also setzte ich viel Eigeninitiative ein, um meine Schwangerschaft und die bevorstehende Geburt möglichst unabhängig von diesen gestalten und erleben zu können.

Ich las eine Unmenge an klassischen Schwangerschaftsbüchern, die mich zwar nüchtern über die vielen Risiken belehrten, die eine Frau mit Schwangerschaft, Geburt und Elternsein aufnimmt – halfen letztendlich aber nicht wirklich mein Selbstvertrauen in mich, mein Baby und unsere gemeinsame Reise zu stärken. Alternative Geburtsvorbereitungsbücher wollten sich mir damals (bis auf den Klassiker von Fr. Stadelmann) nicht zeigen – oder gab es sie da noch gar nicht ?!?

Auch “absolvierte” ich einen Geburtsvorbereitungskurs – das fand ich eher anstrengend (weite Anreisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Sommer) und die Infos spielten sich im Rahmen des gelesenen ab. Immerhin gab er mir das Gefühl genug über “Geburt” zu WISSEN.

So kam ich irgendwann an den Punkt, dass ich mit dem Lesen aufhörte und stattdessen wieder damit anfing, viel Yoga zu machen, in mich zu gehen und die Gegenwart meines wachsenden Babys zu spüren.

Ich entschied mich dafür, uns im Geburtshaus anzumelden und hatte das Glück eine wirklich wunderbare Hebamme “zugewiesen zu bekommen”. Mein Wunsch war damals eine Wassergeburt zu erleben und da dies ihr Arbeitsschwerpunkt im Geburtshaus war fanden wir zueinander. Wir besprachen nicht viel miteinander, da mir damals nicht klar war, welche Kompetenzen eine Hebamme alles mit sich bringen kann. So erfuhr ich erst viele Jahre später, dass sie beispielsweise auch eine prima Ansprechpartnerin für das oft mit einer Schwangerscheft einhergehendes “Auf & Ab” in der Partnerschaft sein kann. Nunja -  aber ich hatte das Gefühl, sie wusste was sie tat und sie bewahrte mich vor Ärzten und Krankenhäusern – das allein war schon ein großer Segen ! (Eine Wassergeburt gab´s dann letzendlich gar nicht..;) )

2004 war ich zum 2. Mal schwanger, las eine Anzeige der GfG (Gesellschaft für Frauengesundheit und Familenbegleitung) und hatte das Gefühl, dass ich mich nach deren Konzept ganzheitlicher auf die anstehende Geburt vorbereiten könnte. Für mich selbst fand ich dann zwar kein passendes Angebot in meiner Nähe, trug aber den Wunsch weiter, deren Arbeit näher kennelernen zu wollen.

Während der Geburt meines zweiten Kindes erlebte ich sehr intensiv, wie essentiell wirksam eine guter Kontakt zwischen Mutter & Kind ist – intuitiv verhielt ich mich “normwidrig”, wurde darin von meiner Hebamme unterstützt, und so handelten wir in einer (zu diesem Zeitpunkt NICHT sichtbaren) Notlage so WunderVoll stimmig, dass die Notlage zu KEINEM Notfall führte. Noch heute bin ich jedesmal, wenn ich daran denke ungeheuer dankbar – dankbar, dass ich gar nicht anders konnte als mich kooperativ zu der Situation meines Babys zu verhalten, für das Vertrauen meiner Hebamme in mein Verhalten und für den ununterbrochenen und bestärkenden Einsatz meines Mannes. Obwohl wir es in keinem gemeinsamen Kurs trainiert hatten, waren alle an der Geburt beteiligten Personen perfekt aufeinander eingestimmt gewesen, so dass sie gemeinsam ein kleines (eigentlich großes) Wunder vollbrachten !

Um diese Erfahrung bereichert wuchs der Wunsch in mir, diese unschlagbar wichtige Komponente auch anderen Schwangeren zu eröffnen. Nach und nach hörte ich von einigen Bekannten, die schwanger wurden, Babys bekamen und so oft ihrem eigenen Geburtsgeschehen (innerlich) so weit entfernt “beiwohnten” dass aller Sicherheitsfokus auf der Anzeige diverser Maschinen lag. Viel zu oft endeten “prophylaktische und gutgemeinte Hilfen in “medizinischen Entbindungen” die dem eigentlichen Geburtsfest nahezu jeglichen Zauber nahmen. Und nicht selten folgte darauf ein schwierige Wochenbettzeit…

Diese von meiner Erfahrung zum Großteil so stark abweichenden Erfahrungen ließen mir keine Ruhe – ich wünschte jeder neuen Kinderseele “optimale Startbedingungen” in ihr Leben – blockierende Muster würden in ihrem weiteren Leben zur Genüge entstehen. Aus meiner Arbeit mit Erwachsenen wusste ich wie gravierend sich allerdings vor allem die sehr frühen Erfahrungen in unserem leben quasi in einer Endlosspirale blockierend auf unser weiteres Leben auswirken können (wenn wir uns ihrer nicht bewusst werden).  So begann ich die Geschichten der Frauen auf der Suche nach einem gemeinsamen roten Faden zu hinterfragen und ergriff die Möglichkeit die Ausbildung zur GfG Familienbegleiterin und GfG Geburtsvorbereiterin zu machen.

In Kombination aus den Ausbildungsinhalten, mit meinem Wissen als Yogalehrerin, meinen eigenen Erfahrungen, Erfahrungen vieler “Müttergewordenen” Frauen und viel weiterer (dann auch alternativer) Literatur hat sich dann dieses Angebot kreiert. Ein Angebot, dass die Lücke meiner damaligen Erfahrungswelt schließt und Ihnen eine ganzheitliche und fundierte Handlungsgrundlage verschafft!

Qualifikationen